Trage dich für meine Impulsmail ein, um ca. einmal im Monat Inspiration zu erhalten, wie du die Beziehung zu dir selbst verbesserst und ein glückliches und authentisches Leben führst.cÜberall schwingt gerade das Gefühl von Angst und Unsicherheit. Mutig sein scheint jetzt schwerer als je zuvor. Du sehnst dich nach Sicherheit und dem Vertrauten. Noch nie war es aber so wichtig mutig zu sein, wie jetzt. 

Wusstest du, dass einige der größten Marken in einer Rezession erschaffen wurden: AirBnB, Pinterest, Uber und WhatsApp. Jetzt geht es nicht darum, an Dingen festzuhalten, die schon immer funktioniert haben, sondern in unbekannte Gefilde vorzudringen.  Was wolltest du schon immer einmal ausprobieren? Jetzt ist die Zeit für Innovation und Mut.

Was heißt es mutig zu sein?

Es ist einfach mutig zu sein, wenn du weißt, was auf der anderen Seite ist. Aber was, wenn du das erste Mal etwas wagst, von dem du keine Ahnung hast, wie es ausgehen wird? Was ist, wenn du dafür in das Ungewisse treten und dem Leben vertrauen musst?

Alles, was wichtig und wertvoll ist, braucht Mut, um es zu erreichen. Wenn du es nicht lernst deine Angst zu kontrollieren, statt dich von ihr kontrollieren zu lassen, wirst du niemals erfolgreich sein auf deiner persönlichen Lebensmission. Es braucht Mut authentisch zu sein. Es braucht Mut, um aus der Masse zu treten und deine Träume zu leben.

Angst beraubt uns unseres Potentials. Es beraubt uns Erlebnisse und der Erweiterung unseres Horizontes.

Wenn du mutig bist, inspirierst du auch andere dazu mutig zu sein. Mutig sein steckt an. Zusammen können wir so die Welt verändern.

Warum ist mutig sein so schwer?

Darf ich vorstellen: Dein Reptiliengehirn. Es kennt nicht den Unterschied zwischen guter Herausforderung und echter Gefahr. Ob also an jeder Ecke ein Säbelzahntiger auf dich wartet oder du auf einer Bühne stehst – es reagiert gleich und versucht dich mit aller Kraft in deine sichere Komfortzone zu ziehen. Es fühlt sich ein bisschen so an, als würdest du gleich sterben. Es schrillen die gleichen Alarmglocken und wollen dich aus dieser „Gefahrensituation“ rausholen. Deswegen kickt dein Fluchtreflex ein, sobald du dich irgendwo unwohl fühlst.

In der Steinzeit als wir nicht wussten, wo die nächste Gefahr wartet, war es super auf das Reptiliengehirn zu hören und sicher zu bleiben. In einer Welt voll Überfluss müssen wir das Reptiliengehirn steuern lernen, wenn wir nicht dauerhaft auf dem Sofa versauern möchten.

Dazu kommt auch noch dein Säugetiergehirn. Es hat abgespeichert, dass du nur dann sicher bist, wenn du zu einer Herde gehörst. Alles, was dich dazu bringen könnte nicht akzeptiert und aus der Herde gestoßen zu werden, muss seiner Logik nach vermieden werden. Deshalb stechen wir so ungern heraus und passen uns unbewusst an unsere Umgebung an. Als Baby hing dein Überleben davon ab, ob du gemocht wurdest oder nicht. Als Erwachsener musst du dich aber nicht anpassen, um zu überleben.

Wir sind also dazu programmiert in unserer gemütlichen Komfortzone zu bleiben. Hier sind wir schließlich sicher. Wenn du also darauf wartest, dass es sich gut anfühlt etwas Neues zu wagen, wirst du lange warten müssen.


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Wie lerne ich mutig zu sein?

Wenn du deine Angst abschalten willst, wirst du scheitern. Gib dir stattdessen die Erlaubnis die Angst bewusst zu fühlen.

Mutig sein ist eine Fähigkeit, die du trainieren kannst. Lerne die Stimme deines Reptilien- und Säugetiergehirns kennen. Achte bewusst darauf, wann sie laut werden. Dann kannst du mit deinem reflektierenden menschlichen Gehirn einschreiten und dich bewusst entscheiden nicht auf die beiden Panikmacher zu hören. Zieh dich in solch einem Moment bewusst raus aus dem Gedankenkarussell und frag dich dann mit Abstand, ob es wirklich so gefährlich ist, was du da vorhast. Wie schwerwiegend sind die Auswirkungen wirklich und welche Maßnahmen kannst du im Voraus ergreifen, um dich sicherer zu fühlen.

Drei Menschen erzählen, wie sie mutig wurden

Ich habe drei mutige Menschen interviewt und sie gefragt, wie sie es geschafft haben mutig zu sein, obwohl sie Angst hatten.

Dr. Klaus Horn ist nicht nur der Ausbildungslehrer meiner Coaching Ausbildung, sondern auch promovierter Psychologe, systemischer Trainer für das digitale Zeitalter und noch vieles mehr. www.horncoaching.de

Irina Palatai: Klaus, ich weiß du warst in deinem Leben schon einige Male mutig. Ob nach Indien in ein Ashram ziehen oder konservativen Managern Achtsamkeit näherbringen wollen, als es im Westen noch als Hokus Pokus abgetan wurde – Du bist nicht gerade dafür bekannt in deiner Komfortzone zu bleiben. Was würdest du sagen, wann in deinem Leben warst du denn besonders mutig?

Dr. Klaus Horn: Wenn mir meine Angst bewusst war und ich mit klopfendem Herzen Schritt für Schritt weiter gegangen bin.

Irina Palatai: Wie hast du es geschafft diesen Schritt zu wagen, obwohl du Angst hattest?

Dr. Klaus Horn: Indem ich der Angst einen Platz in mir gegeben habe, statt sie weg zu schieben.

Irina Palatai: Was würdest du jemandem raten, der sich von seinen Ängsten steuern lässt und lernen möchte mutig zu sein?

Dr. Klaus Horn: Genau das: gib ihr einen Platz in dir, statt sie zu bekämpfen oder zu verdrängen. Geh in Kontakt mit ihr und finde heraus, worum es ihr geht, was sie wirklich von dir möchte!

Irina Palatai: Vielen Dank, Klaus!

Yvonne Schramm ist Sales und Business Coach hilft selbständigen Unternehmern im Bereich Beauty dabei ihre Salons rentabel zu gestalten und Umsätze kontinuierlich zu steigern. https://www.yvonneschramm.com/

Irina Palatai: Yvonne, wann warst du in deinem Leben richtig mutig?

Yvonne Schramm: Ständig aber zuletzt sicherlich als ich meinen sicheren Vertriebsleiterjob gekündigt habe, um mich in die Selbständigkeit zu stürzen.

Irina Palatai: Wie hast du es geschafft diesen Schritt zu wagen, obwohl du Angst hattest?

Yvonne Schramm: Ich habe mir vorgestellt, was Gutes passiert, wenn ich diesen Schritt gehe und keine Gedanken daran verschwendet, was ist, wenn es schief geht. 

Irina Palatai: Wie fühlt es sich an, zurückzublicken? Bist du froh diesen Schritt getan zu haben?

Yvonne Schramm: Ich habe mich intuitiv für diese Kündigung entschieden und es war und ist eine gute Entscheidung.

Ich hatte Angst und ich habe heute auch noch manchmal Angst aber ich weiss, dass es richtig war und ich kann Dir sagen, dieses erste Jahr der Selbstständigkeit hat mich emotional manchmal in die Knie gezwungen aber ich stehe heute immer noch da und bin selbständig. Wenn Du Mutig bist wächst automatisch Dein Selbstbewusstsein und Du kannst stolz auf Dich sein, egal was es ist wo Du gerade mutig sein willst. Es kann ein Bungee Sprung sein, ein Gespräch mit Deinem Chef, ein Beziehungsgespräch mit Deinem Partner, eine Kündigung, das Einstehen für Dich und Deinen Wert im Unternehmen, es ist vollkommen egal. Tu es, sei mutig. Danach wirst Du stolz sein!

Irina Palatai: Was würdest du Vergangenheits-Yvonne raten?

Yvonne Schramm: Immer mutig sein. Wer mutig ist, wird belohnt. Immer. Daran glaube ich!

Wir haben Angst vor Reaktionen oder Konsequenzen die wir uns nur in unserem Kopf kreieren, die aus alten Geschichten und Erfahrungen zusammen gezimmert werden in unseren Gedanken. Wir sind aber mutig bei Dingen, die wir vorher noch nie gemacht haben, daher wissen wir auch nicht, was wirklich passieren wird. Bleib positiv und denke immer daran, was ist das BESTE was Dir passieren kann, wenn Du jetzt mutig bist.

Irina Palatai: Danke dir, liebe Yvonne!

Kai Gausmann ist Experte für Persönlichkeitsentwicklung und hilft Unternehmern, Managern und Privatpersonen dabei ein erfolgreiches Leben zu führen. https://www.kaigausmann.de/

Irina Palatai: Kai, erzähl mir bitte, wann du in deinem Leben richtig mutig warst?

Kai Gausmann: Da gibt es tatsächlich zahlreiche Situationen. Für mich wäre es tatsächlich interessanter hinzuschauen, wann ich nicht mutig war und warum. Aber eine besondere Situation, an die ich mich mein Leben lang erinnern werde ist, als ich auf meinem zweiten Job gearbeitet hatte. Nach einem halben Jahr war ich bereits tief demotiviert durch die Arbeit und die Kollegen so dass mir bereits klar war, dass ich hier nicht weiter bleiben möchte. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich allerdings noch nicht den Mut zu kündigen. Ich habe erstmal versucht, mich aus dem Job heraus wegzubewerben. Als ich nach zwei Monaten allerdings immer noch keine nennenswerten Schritte gemacht hatte kam dann die radikale Entscheidung: „Dann kündige ich eben ohne direkten Anschluss Job“. Um zu verstehen, warum das mutig war solltest du wissen, dass ich zu diesem Zeitpunkt erst 1,5 Jahre Berufserfahrung hatte. Außerdem hatte ich vor meinem ersten Job ein achtmonatiges Work and Travel gemacht. Also hatte ich auch kein finanzielles Polster, das mich über die Runden gebracht hätte. Und wieder meinen Eltern auf der Tasche liegen war natürlich auch keine Option 😉

Irina Palatai: Wieso hast du diesen Schritt letztendlich getan, obwohl so viel dagegensprach?

Kai Gausmann: Für mich war zu dem Zeitpunkt ein Gedanke entscheidend. Und der Gedanke war:

„Jetzt sitze ich hier jeden Tag 8 Stunden auf der Arbeit und nutze diese 8 Stunden fast vollständig für die Jobsuche. Allerdings bin ich hier nicht sichtbar. Ich schreibe Lebensläufe an Unternehmen, die mich nicht kennen, die mit aller Sicherheit meinen Quereinsteiger Lebenslauf nicht schätzen. Ich weiß, dass ich überzeuge, wenn ich mit Menschen in Kontakt bin, sie persönlich kennen lerne. Also kann ich nicht hier mich hinterm Computer verstecken, sondern muss raus und Menschen kennen lernen. Ich kann zwar 8 Stunden auf der Arbeit anwesend sein und faken zu arbeiten wobei ich mich eigentlich bewerbe. Aber ich muss hier raus.“

Daraufhin habe ich dann angefangen, sehr offene und direkte Gespräche mit meinen Vorgesetzten zu führen, die allesamt erstaunlich entgegenkommend waren und meine Situation sogar verstanden.

Insgesamt kann man einfach sagen, dass der Gedanke daran „auf der Arbeit gefangen zu sein“ bei mir viel größere Widerstände ausgelöst hat als der Gedanke evtl. ein paar Monate kein geregeltes Einkommen zu haben. Allerdings weiß ich schon seit langem eines: „Alles wird immer gut“. Ich habe ein felsenfestes Vertrauen in „das Universum“, mein Karma, meine Selbstwirksamkeit oder wie auch immer du das nennen willst. Das heißt nicht, dass ich die Dinge auf mich zukommen lasse. Ganz im Gegenteil. Das heißt einfach nur, dass ich anfange andere Entscheidungen zu treffen, ohne das konkrete Endergebnis zu kennen mit der einzigen Überzeugung „Wenn ich voll und ganz dahinter stehe und aktiv in diesem Fall die Jobsuche angehe mit zahlreichen Methoden, dann wird sich eher schneller als langsamer eine Lösung finden“. Teil dieser verschiedenen Methoden ist in diesem Beispiel, dass ich freiberuflich einige Workshops geleitetet habe, ich habe wieder angefangen nebenher zu kellnern und außerdem habe ich mein Netzwerk aktiviert und habe mich gezielt und persönlich bei fremden Unternehmen vorgestellt.

Irina Palatai: Du hast also vertraut und gleichzeitig das Risiko minimiert und deine Chancen erhöht. Und wie ist es jetzt, bist du froh diesen Schritt getan zu haben?

Kai Gausmann: Mit meiner zuvor beschriebenen Einstellung fühlt es sich großartig an zurück zu blicken und ich würde diese Entscheidung immer wieder so fällen. Aktuell habe ich sogar in einer ganz ähnlichen Situation dieselbe Entscheidung wieder getroffen. Mein Job hat mir einfach keine Freude mehr bereitet und ich bin gerade auf diese Weise in die Selbständigkeit gestolpert, einfach nur, weil ich nicht noch mehr Zeit mit etwas verbringen möchte, das nicht 100% ICH ist. Gleichzeitig hat auch hier der Faktor Zeit bei der Entscheidung eine wesentliche Rolle gespielt. In den letzten zwei Jahren habe ich vor allem die Erfahrung gemacht, dass ich nur geringfügig voran komme, wenn ich meine Selbständigkeit nebenher aufbaue. Denn mein Job ist schon sehr fordernd. Noch viel entscheidender: Ich hatte ein Umfeld um mich herum, das mich im Weiterkommen meiner Selbständigkeit nicht wirklich voran bringt. Und so bin ich immer wieder froh, dass ich sowohl damals als auch heute mir in diesen Entscheidungen treu geblieben bin und würde diese Schritte jedes Mal wieder so gehen.

Irina Palatai: Was würdest du deinem Vergangenheits-Ich zum Thema „mutig sein“ raten?

Kai Gausmann: Der einzige Rat, der mir spontan einfällt, betrifft tatsächlich das Thema Geschwindikeit/Zeit. Ich würde meinem Vergangenheits-Ich raten einfach noch schneller hinzuhören und eine Entscheidung zu treffen. Wenn ich noch weiter in die Vergangenheit zurück gehe, das ist dann die Zeit bevor ich die Entscheidung getroffen hatte, Sport zu studieren, da würde ich meinem ich allerdings vor allem folgenden Rat geben: „Sprich mit Freunden, Menschen, Bekannten und zwar möglichst vielen und lass dir Einschätzungen zu deinen Stärken geben. Und dann sollen sie dir dazu sagen, was sie meinen, wo du diesen Stärken gut einsetzen kannst.“

Wichtig ist hier der Fokus auf das Wort Stärken und zu möglichen Einsatzgebieten. Ich würde mir nicht einen Rat einholen wollen. Denn der Rat, den die meisten Menschen einem geben beruht ja auf dem eigenen Wertesystem. Und dieses Wertesystem ist ja nun doch in den allermeisten Fällen sehr konservativ geprägt, also erhältst du auch nur eher standardmäßige Antworten. Den Fokus auf die Stärken und mögliche Einsatzgebiete zu legen, das öffnet auch für den „Feedbackgeber“ ein wenig den Horizont. Jetzt spricht er nicht mehr über seine Meinung was denn ein guter Rat wäre, sondern jetzt spricht er, basierend auf seiner Erfahrung, in welchen Gebieten, Jobs, welche Stärken zum Vorschein kommen.

Dieses Vorgehen wende ich übrigens als Stärken-Feedback im Rahmen meiner Coachings an und es beflügelt Menschen regelrecht, weil sie diese Art von Wertschätzung in der Regel noch nie erfahren haben.

Irina Palatai: Vielen Dank, Kai für deine Ausführungen.

Zusammenfassend haben alle drei Gäste geschildert, dass es sich lohnt mutig zu sein und dass sie alle Angst hatten. Ich hoffe, auch du findest nach diesem Artikel Mut, deine Träume zu verfolgen.